Ihr Biohof in Kürten

Neuigkeiten

23.01.14 - 17:50

Meine lieben Gemüsefreunde,


das Jahr 2013 liegt hinter uns und es gäbe so viel zu berichten. Zum Beispiel zogen im Juni zwei Schweine bei uns ein, Don Camillo und Pepone und nicht nur wir hatten viel Freude an den Tieren, vor allem die Kinder unserer Hofkunden fanden die beiden klasse. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit im Stall zogen unsere Schweinchen um auf ein Außengelände und fühlten sich dort pudelwohl, fraßen Gras, Wurzeln und sonstige Leckerchen, natürlich zusätzlich zu den Mahlzeiten, die wir ihnen reichten. Sie fanden jede Menge Gemüse in ihren Schüsseln, das wir nicht verkaufen konnten, weil es Macken hatte und am meisten liebten die beiden geplatzte Cherry-Tomaten. Sie gediehen prächtig, aber es war von Anfang an klar, daß sie im November einen Termin mit unserem Metzger haben würden und so füllten dann später Koteletts, Schinken, leckere Würste und geräucherter Speck unsere Tiefkühltruhe. Es fiel uns nicht leicht, die beiden zum Metzger zu bringen, aber wir konnten uns damit trösten, daß diese zwei Schweine ein wunderbares Leben hatten und komplett ohne Angst ihren letzten kurzen Weg antraten.





Im August erhielten wir Besuch von Bärbel Höhn auf dem Hof und es waren interessante Gespräche mit ihr.






Auch hierüber könnte ich viel erzählen, aber das wichtigste war unsere innere Veränderung in diesem Jahr und so schrieb ich allen meinen Kunden im November einen Brief, den ich an dieser Stelle ungekürzt auf die Homepage setzen möchte. Lesen Sie selbst, wenn Sie diesen Brief noch nicht erhalten haben sollten:



" Ich denke, dies ist der wichtigste Brief, den ich Ihnen je geschrieben habe und vielleicht setzen Sie sich zum Lesen einen Moment in Ruhe hin, vielleicht bei einer Tasse Kaffee und einem Keks.


Ich erinnere mich noch genau, daß ich in den Anfangsjahren der Gärtnerei mit meinem damaligen Mann Unkraut zwischen den Salatpflänzchen hackte und ihn dabei fragte, ob er glaubte, daß wir mit 60 Jahren immer noch Unkraut hacken und Gemüsekisten ausliefern würden. Natürlich konnte er mir keine Antwort darauf geben, aber ich denke, ich kenne sie heute.

Nächstes Jahr werden es 30 Jahre, daß ich mit der Gärtnerei verheiratet bin und sie hat mich geschafft! Ich bin müde geworden und merke mit jedem Jahr stärker, daß die Energien nachlassen. Bestimmt liegt es auch daran, daß wir nie ein freies Wochenende haben, keinen Feiertag und schon gar keinen Urlaub, aber dafür eine 8o Stunden Woche, mindestens, und so zählen die Jahre doppelt. Wäre ich in einer großen Firma beschäftigt, würde ich mir über Burn out eine Auszeit nehmen, aber wem sollte ich den gelben Zettel geben? Mir selber?

So habe ich mich entschlossen, einen Nachfolger zu suchen und die Gärtnerei zu verkaufen. Ich habe die Immobilie an einen Makler gegeben. In den nächsten Tagen wird er sie ins Netz stellen und dann wollen wir abwarten, was passiert. Zwischen Ihnen und mir/uns herrschte immer eine tolle, eine sehr offene und ehrliche Atmosphäre, was mir immer ganz besondere Freude machte und ich war immer super stolz auf ,,meine" Kunden. Deshalb möchte ich Ihnen diese Mitteilung selbst machen, bevor es sich nachher rumspricht und darüber geredet wird. Sie sollen diese Entscheidung schon von mir selbst erfahren. Dabei denke ich jedoch, daß Sie nicht in Panik verfallen müssen, denn solch ein Verkauf geht nicht so schnell und wir werden mindestens noch bis zum nächsten Sommer hier sein, vielleicht auch noch ein Jahr oder sogar zwei. Ich habe keinerlei Vorstellung, wie schnell wir einen geeigneten Käufer werden finden können und solange machen wir weiter.

Und nun werden sie wissen wollen, was wir dann machen wollen...

Wir wissen eigentlich schon etwas länger, daß wir die fehlenden 7 Jahre bis zur Rente nur unter großem Aufwand geschafft hätten oder irgendwann vielleicht sogar umgefallen wären. Als uns unsere Eifeler Freunde erzählten, daß so zusagen direkt nebenan von ihnen ein alter Bauernhof zum Verkauf stünde, gab es kein Halten mehr. Wir haben diesen alten Hof samt großem Stall gekauft und haben inzwischen auch Wiesen pachten können und werden mit all unseren Tieren in die schöne Eifel umziehen, in den Kreis Daun und die Vorstellung macht uns sehr glücklich. Während das Bergische Land immer weiter zugebaut wird, gibt es in der Eifel Platz und Natur pur.

Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie mir das Herz aufgeht, wenn ich so viele Pflanzen dort wild wachsen sehe, bei denen ich mich über Jahre bemüht hatte, sie hier in Oberbörsch auch anzusiedeln. Die Schlüsselblumen und der Lerchensporn begrüßen den Frühling, die Wälder sind voller wilder blauer Akelei, überall finden sich rote-Liste Pflanzen zu Hauf und man muß aufpassen, daß man nicht auf die Orchideen tritt!

Und die Menschen in der Eifel sind alle sehr aufgeschlossen und unheimlich freundlich zu uns Neulingen. Wir werden etwas mehr im Dorf leben als zur Zeit, aber da wir dort alt werden wollen, ist es auch sehr schön, nette Nachbarn zu haben. Und es ist ein Geschenk, fußläufig nur eine Minute von unseren Freunden entfernt zu wohnen. Die beiden halten dieselben Tierrassen wie wir und wir können uns prima ergänzen. Wenn die beiden in Urlaub fahren wollen, werden wir uns um ihre Tiere kümmern und umgekehrt. Es ist für uns eine wunderbare Vorstellung, alle Tiere weiterhin um uns zu haben und trotzdem können wir einmal Urlaub machen.

Und langweilig wird es uns bestimmt nicht. Diesen alten Hof konnten wir sehr preiswert erwerben, verglichen mit den hiesigen Preisen, aber er muß kernsaniert werden. Natürlich muß man z.B. Dächer oder Sanitär vom Fachmann erneuern lassen, aber den gesamten Innenausbau wollen wir nach und nach selbst bewerkstelligen, um uns anschließend der Gartengestaltung widmen zu können, ein neuer Teich muß her, ein Obstgarten soll angelegt werden und natürlich darf das Gemüse nicht fehlen - alles in allem nicht viel anders als jetzt, nur viel kleiner, überschaubarer, dem Alter angemessen.

Und danach kommt die Zeit, in der sich mein Mann als gelernter Schreiner mit der Restauration von alten Möbeln beschäftigen möchte und ich möchte endlich meine Bücher schreiben. Und es gibt noch so viele andere Dinge, die auch in uns stecken, zu denen wir hier aber keine Zeit finden. Wir definieren uns nicht nur über Arbeit wie hier in Oberbörsch, sondern so viele Dinge warten auf uns und wenn wir hier bleiben würden, würde uns die Arbeit im Betrieb nicht loslassen. Das Leben ist kurz und vor allem wissen wir nie, ob es vielleicht morgen schon zu Ende sein kann und man soll nicht die Dinge unerledigt lassen. : So wird es Zeit für uns zu gehen, um all diese anderen Dinge auch noch leben zu können.

Ich denke, daß Sie alle unsere Gedanken nachvollziehen können und wir werden nicht gehen, ohne Ihnen unsere neue Telefonnummer und e-mail mitzuteilen. Wenn Sie einen Ausflug in die Eifel planen, fragen Sie doch einfach kurz an, ob wir zu Hause sind und dann setzen wir uns in Ruhe hin und trinken einen Kaffee mit Keks gemeinsam und mit aller Ruhe. Nun aber heißt es erst einmal abwarten, ob jemand diese Gärtnerei kaufen möchte und wie sich alles entwickeln wird.

Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.

Ich grüße Sie von Herzen, auch im Namen meines Mannes
Ihre Uschi Börner und Rolf Schulz"











26.02.13 - 21:24
Bio-Hühner, Bio-Eier und ganz ohne Betrug!

 

 
 

Liebe Bio-Freunde, 


ich sitze vor diesem Bildschirm und denke, daß ich noch vor gut einer Woche gelacht habe über den Pferdefleisch-Skandal. Der Betrug, der mit den fertigen Fastfood-Produkten gelaufen ist, betraf uns nicht und auch Sie nicht. Wir alle nehmen uns jeden Tag die Zeit, selbst frisch zu kochen und wir wissen, was wir essen. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als Gesa Schulkind war. Sie kam mittags von der Schule nach Hause und wir saßen gemeinsam zum Mittag essen am Tisch und es war für mich immer wie ein gesellschaftliches Ereignis. Unsere Tochter erzählte uns während des Essens das Neueste aus der Schule und oft wurde ich von anderen Müttern gefragt, wieso ich so gut informiert sei.

 

Natürlich muß man zum Kochen eines gutes Essens 1 1/2 bis 2 Stunden Zeit einplanen, aber was bekommt man dafür auf der anderen Seite? Es gab nie Probleme mit unserer Tochter, auch nicht in der schwierigen Pubertätszeit, aber deshalb, weil bei uns immer miteinander gesprochen wurde und der Grundstein von Vertrauen und Offenheit von Anfang an gelegt worden war. Aber das ist ein anderes Thema.


Heute nun, gut eine Woche nach meinem letzten Eintrag, gibt es einen neuen Skandal und dieses Mal geht es um Bio-Eier. Es geht um Betrug und für mich auch um Verunglimpfung der Bio-Bewegung und ich empfinde es, mal wieder, als einen Schlag ins Gesicht all derer, die seit vielen Jahren sich Mühe geben und ihren Betrieb biologisch bewirtschaften und in etwas hineingezogen werden, was gar nicht ihre Sache ist, womit sie nichts zu tun haben, denn auf kriminellen Ebenen bewegen sie sich nicht und doch lese ich in den Zeitungen die Leserkommentare, die sagen, Bio wäre Quatsch und das hätten sie immer schon gewußt. Tausend Gedanken (oder etwas weniger) rasen durch meinen Kopf und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.  -- Nachdem ich nun alles aufgeschrieben habe und meine halbe Nacht damit verbracht habe, wird mir klar, daß Sie Zeit brauchen, um das alles zu lesen, aber vielleicht halten Sie bis zum Schluß durch? -- Beginnen möchte ich in jedem Fall mit der guten Nachricht, daß die Eier, die Sie von uns erhalten, tatsächlich Bio-Eier sind, frei laufende Hühner, BIO-gefüttert, frei laufende Eier!


Lassen Sie mich erst einmal von unseren Tieren berichten:

wir selbst halten 10 -15 Legehennen und zwar Sulmtaler Hühner -siehe oberes Photo. Sie haben diesen Schopf auf dem Kopf und sehen aus, als ob sie gerade vom Frisör kämen - bitte einmal waschen, legen, fönen! Ich finde sie sehr witzig und erfreue mich immer an ihrem Anblick. Eigentlich führen wir ja eine Gemüse-Gärtnerei und alle unsere Tiere halten wir in erster Linie zu unserer eigenen Erbauung. Und wir halten (Ausnahme: die Brahmas) alles alte und/oder vom Aussterben bedrohte Rassen wie eben diese Sulmtaler. Und wir halten sie für die Zucht. Daneben haben wir noch Brahmas, diese großen Fleischhühner mit den Federfüßen. Auf dem zweiten Photo sehen Sie unseren Sulmtaler Hahn mit Hennen und diese Brahmas. Brahmas sind nicht vom Aussterben bedroht. Es gibt unzählige von ihnen, aber sie gefallen uns auch sehr gut und wir haben Freude an ihnen. Brahmas legen nur im Frühjahr Eier, um sie zu bebrüten. Die Sulmtaler legen besser, aber ich brauche für Sie, meine Kunden, pro Woche etwa 600 Eier und da können wir unsere 15 Hennen drücken, so viel wir wollen: 600 Eier werden wir nie bekommen!

Also müssen wir Eier zukaufen.

Das tun wir und wir kaufen sie zu vom BIOLAND-Betrieb Tixhoven in Overath. Den Hof von Doro Waider und Michael Friedrich finden Sie mit mehreren Einträgen im Internet. Jeden Freitag auf meiner Auslieferungstour fahre ich dort vorbei, um die neuen frischen Eier abzuholen.

In Tixhoven leben zwischen 600 und 800 Legehennen. Tixhoven wurde bereits mehrfach prämiert für ihre Hühnerhaltung, denn die Tiere leben in Ställen mit reichlich Platz, von denen sie in einen überdachten Vorhof gelangen mit Sandbett und von dort können sie auf die Wiese gehen. Dieses Sandbett des Vorhofes ist eine tolle Sache, denn wenn die Tiere mit dreckigen Füßen vom Freilauf zurückkehren, verlieren sie den Schmutz an ihren Füßen in diesem Sandbett und dadurch sind die Eier, die sie uns liefern, nicht beschmutzt, weil sie sich quasi "die Füße abtreten", bevor sie in ihren Stall zurückkehren.

Unsere paar Hühnchen genau so wie die Tixhovener Hühner haben Auslauf satt, werden nur mit Bio-Futter gefüttert und entsprechen damit mindestens 100% den Vorschriften für Bio-Hühner und Bio-Eier. Sowohl die Haltung der Tiere als auch die regionale Vermarktung ihrer Eier ist vorbildlich. Diese Eier liefern wir Ihnen Woche für Woche!


Was aber ist passiert, daß wir in den Medien von diesem neuen Skandal hören?

200 Betriebe sollen betroffen sein, agrarindustrielle Großbetriebe.

Gestatten Sie mir die Bemerkung: industrielle Lebensmittelproduktion, und nichts anderes bedeutet das, klingt in meinen Ohren sofort wie reiner Hohn. Hühner sind Lebewesen und sogar sehr nette Lebewesen mit Charakter, wenn sie den Freiraum bekommen, ihren Charakter zu entwickeln. Was ist nur in den Köpfen der Menschen los, die mit lebenden Wesen einen industriellen Großbetrieb führen? Es geht nur um das Geld, nie aber um das Wohl der Tiere. Wer 200.000 Hühner in Ställen einpfercht, der denkt nur an seinen Gewinn und die Tiere sind ihm egal. Der muß verroht sein. Anders kann ich mir das nicht erklären. Wem sollte eine einzelne Kreatur noch wichtig sein bei dieser Menge? Und wem sollte die Menge Tiere wichtig sein, wenn er nur in Euro rechnet?

Lassen Sie mich zurückschauen:

vor fast 30 Jahren habe ich mit meinem damaligen Mann diesen Betrieb gegründet. Es gab kaum Bio-Betriebe und wir waren der erste im Bergischen Land. Damals gab es die Möglichkeit, entweder vor sich hin zu arbeiten ohne Verbandszugehörigkeit und ohne "Gütesiegel" oder aber sich einem Bio-Verband anzuschließen und sich kontrollieren zu lassen. Damals gab es Bioland und Demeter, Naturland und Anog. Vom ersten Tag an führten wir unseren Betrieb nach BIOLAND-Richtlinien und anfangs waren wir in den Augen aller Nachbarn "Spinner". Einmal im Monat trafen wir uns mit den Leitern der umliegenden BIOLAND-Betriebe zum Erfahrungsaustausch (wir gehörten zur Gruppe Aachen-Köln-Bonn) und so lernten wir uns alle gegenseitig kennen. Wir waren alles Idealisten, bereit, dafür zu kämpfen und unser Leben danach auszurichten. Wir vermarkteten selbst oder über Bioläden. Das ging einige Jahre gut, aber ich erinnere mich noch sehr genau an die Zeit, als in unserer BIOLAND-Gruppe heftig darüber diskutiert wurde, ob wir die Vermarktung ausweiten wollten auf die Supermärkte. Es gab Betriebe, die einiges größer waren als wir und ihre Produkte allein über ihre Direktvermarktung nicht verkaufen konnten. Sie brauchten größeren Absatz und eigentlich war es ja nicht schlecht, BIO zu verbreiten und mehr Menschen dafür zu gewinnen. Bio sollte ja wachsen und mit steigender Nachfrage würden sich wohl mehr konventionelle Betriebe zur Umstellung auf biologischen Landbau überzeugen lassen. Also ging die Entwicklung weiter Richtung Supermärkte, REWE war einer der ersten, der die Signale der Zeit erkannte und langsam wurden auch die Politiker auf uns aufmerksam. Die Nachfrage stieg, aber das Angebot reichte nicht aus.

Und dann geschah etwas, das nie hätte passieren dürfen:

neben den alt eingesessenen BIO-Verbänden gab es plötzlich die Möglichkeit, BIO nach EU-Richtlinien zu produzieren und diese EU-Richtlinien waren von Anfang an lasch und sind es heute noch genau so.

Auf einem EU geführten BIO-Betrieb ist es erlaubt, einen Teil des Betriebes konventionell und einen anderen BIO zu führen. Das heißt im Praktischen, daß der Betrieb wie immer alle Dünge- und Spritzmittel kaufen kann und er sagt, daß er die für seinen konventionellen Zweig benötigt. Ob er sie dann im konventionellen Bereich oder auf dem gesamten Betrieb zum Einsatz bringt, kann nie jemand nachweisen.

Bei BIOLAND gibt es das nicht, frei nach dem Motto, daß man/Frau nicht ein bischen schwanger sein kann. Entweder ganz oder gar nicht. Entweder ist der gesamte Betrieb BIOLAND oder aber er wird bei uns nicht aufgenommen.

Diese EU-Richtlinien haben meiner Meinung nach alles aufgeweicht und dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet. Viele, die nicht wie wir damals aus Idealismus zum Bio-Anbau kamen, sind auf den fahrenden Zug aufgesprungen und ich mißtraue diesen Betrieben zutiefst. Einige von ihnen sind auch schon "aufgeflogen". Das BIO-Basilikum enthielt plötzlich Spritzmittelrückstände und als Erklärung wurde gesagt, der Saisonarbeiter, auch noch ein Pole, der nicht deutsch lesen konnte, hätte die nebeneinander liegenden Gewächshäuser verwechselt, bis dann in sämtlichen "BIO"-Kräutern des BIO-Gewächshauses Spritzmittelrückstände gefunden wurden und der Betrieb rausflog aus EU-BIO. Aber was hatte er denn auf`s Spiel gesetzt? Eigentlich nur einen HÖHEREN Gewinn, denn seine gespritzten Kräuter mußte er ja nicht vernichten, nein, er konnte sie vermarkten wie immer! Als konventionell. Daraus folgert: du kannst es ja mal probieren und wenn es keiner merkt, hast du Glück und verdienst das Doppelte und wenn es einer merkt, hast du nichts verloren, verkaufst wie immer, aber hast einige Jahre bis du auffliegst doppelt Geld im Sack. Wenn das kein Ansporn ist!!! Und deshalb traue ich keinem Betrieb, der nicht einem angesehenen BIO-Verband angeschlossen ist und ich wundere mich nicht mehr darüber, wo all die vielen BIO-Sachen plötzlich herkommen, die von Discountern angeboten werden. Und ich wundere mich nicht mehr darüber, daß es immer mehr und immer öfter Skandale gibt. Und alle "Großbetriebe" sind mir suspekt. Ich vertraue der bäuerlichen Landwirtschaft, wo in Kleinbetrieben nach BIO-Richtlinien gearbeitet und vermarktet wird. Allem anderen traue ich nicht.

Und nun möchte ich den Bogen spannen zurück zu unseren BIO-Hühnern. Ich glaube nicht, daß man ein BIO-Ei von einem industriell geführten Großbetrieb erhält.

Der BIOLAND-Verband informiert uns Mitglieder sofort über neue Erkenntnisse und Aspekte zu laufenden Problemen und so habe ich heute im neuesten Info-Blatt folgendes gelesen:

"Ein Überblick über die Besatzzahlen unserer Legehennenbetriebe belegt, dass wir für transparente bäuerliche Strukturen stehen. Insgesamt befinden sich 1327 Legehennenbetriebe unter dem Dach von BIOLAND:

Betriebe mit 1-10 Legehennen: 406

Betriebe mit 11-49 Legehennen: 504  -- hier sind wir mit 10 - 15 Hennen

Betriebe mit 50-499 Legehennen: 263

Betriebe mit 500-1.500 Legehennen: 65 -- hier ist Tixhoven mit durchschnittlich 800 Hennen

Betriebe mit 1.500-3.000 Legehennen: 37

Betriebe mit 3.000-6.000 Legehennen: 31

Betriebe mit 6.000-10.000 Legehennen: 14

Betriebe mit 10.000-15.000 Legehennen: 7"

Diese Zahlen belegen, daß bei BIOLAND-Betrieben das Tier noch als Tier zählt und die meisten Betriebe eher kleine Betriebe sind.

Aber es stellt sich natürlich die Frage, wie man mit diesen Kleinbetrieben die Nachfrage nach Eiern sicherstellen kann. Ich denke, daß es einige BIOLAND-Betriebe gibt, die gar keine Hühner halten, sich aber überlegen sollten, doch den Platz für Hühner zu schaffen. Die anderen Betriebe, die kleine Anzahlen von Hühnern halten, sollten sich überlegen, ihren Platz zu vergrößern. Aber der wichtigste Aspekt scheint mir folgender zu sein:

Wohnen Sie in einem Häuschen mit Garten? Vielleicht nicht im reinen Wohngebiet, sondern im allgemeinen Wohngebiet oder im Mischgebiet? Haben Sie dann schon einmal darüber nachgedacht, ob Sie nicht ein Stück im hinteren Gartenteil abtrennen könnten? Dort könnten Sie wunderbar ein paar Hühner halten und Sie wären autark! Sie hätten frei laufende glückliche Hühner und würden im Gegenzug von den Tieren Ihre eigenen frei laufenden leckeren Eier geliefert bekommen. Ich denke, daß es nur so gehen kann!

Nun habe ich mir also die halbe Nacht um die Ohren geschrieben und es gäbe noch viel zu sagen bzw. schreiben, aber wenn Sie bis hier hin gelesen haben, habe ich Ihre Geduld genug herausgefordert. Wenn Sie sich die Sache mit den eigenen Hühnern einmal ernsthaft überlegen sollten und Fragen haben, rufen Sie mich an! Aber ich kann Ihnen sagen, daß Hühner sehr nette Tiere sind!!!

Ich grüße Sie alle herzlichst Uschi Börner


An diese Stelle möchte ich ein Hühnerportrait stellen, aber ich muß morgen erst eins photographieren!





                                                  



 

 

 



06.01.13 - 14:52
Pferdefleisch ist derzeit in aller Munde!

Dieses Jahr ist noch so jung und doch gibt es schon wieder einen Skandal um Lebensmittel. Gott sei Dank sind diese Fertig-Lasagnen nicht unser Thema, aber ich habe Ihnen einige nette Wortwitze wie den obigen von den Seiten des Kölner-Stadt-Anzeigers herausgesucht:

"Hersteller von Fertiglasagne überrascht: In unserer Pappmasse sollte doch gar kein Fleisch enthalten sein."

"Jetzt neu im Angebot: LiPIZZAner."

"Nährwerte: Diese Lasagne hat 326 Kilokalorien und 0,2 PS."

"Die Organisation Foodwatch hat die Lebensmittelindustrie aufgefordert, künftig auf jeder Verpackung Ross und Reiter zu nennen."

"Geiz isst Gaul."

"Billige Tiefkühlkost hat oft einen Pferdefuß."

Nächste Woche wird unsere Abo-Kiste ein Lasagne-Rezept enthalten nach dem Motto:
Trau keiner Lasagne, die du nicht selbst gekocht hast!
Ich wünsche Ihnen weiter Guten Appetit mit unseren Bio-Kisten.




Wir wünschen Ihnen allen ein gutes Neues Jahr 2013!





Unsere Betriebsferien sind wie im Flug vergangen und ich will den letzten ruhigen Nachmittag nutzen, um ein paar Neuigkeiten auf die Homepage zu stellen und einige besondere Ereignisse des vergangenen Jahres zu erzählen, bevor morgen alles wieder seinen normalen Gang geht und es an Zeit für solche Dinge fehlt.
Unsere letzten Tage waren geprägt von Aufregung und Spannung, denn Madonna, unser Hinterwälder Rind, stand hochtragend im Stall und wir ließen sie nicht mehr aus den Augen. Jede Veränderung beobachteten wir genau. War sie nicht besonders unruhig? Sonderte sie nicht vielleicht ein bischen Schleim ab? Aber immer wieder sahen wir sie wenig später ruhig im Stroh liegen und wiederkäuen. Nichts passierte.
Gestern morgen nun weckte mich mein Mann um halb sieben. Er hatte die Wasserblase gesehen, Anzeichen der beginnenden Geburt. Ich brauchte etwas Zeit, um erst einmal richtig wach zu werden und in den Büchern hatten wir gelesen, daß es nun noch 2-3 Stunden dauern könne.
Eine Viertelstunde später kam mein Mann wieder zu mir. "Ich kann schon die Füßchen sehen", rief er mir zu und verschwand wieder im Stall. Ich sprang aus dem Bett, zog mich schnell an und war 10 Minuten später auch bei Madonna. Und da lag unser Kälbchen bereits im Stroh.
Sarotti war geboren, ein Bull-Kälbchen.
Mit solch einer problemlosen Geburt hatten wir nicht gerechnet, da dies Madonnas erste Geburt war, aber wir waren glücklich, daß alles so wunderbar abgelaufen war. Ganz naß lag das kleine Tierchen im Stroh und die Mama begann sofort, es trocken zu lecken. Dabei gab sie dauernd leise muhende Töne von sich und die Prägung von Mutter und Kalb funktioniert ab dem ersten Moment. Lena und Luna in der Nachbarbox hatten auch bemerkt, daß etwas Besonderes passierte und beobachteten wie wir alles genau.


Schon bald hielt das Kälbchen seinen Kopf aufrecht und nach etwa 1 1/2 Stunden versuchte es aufzustehen. Noch eine weitere halbe Stunde und es fand das Euter und sog begierig an den Zitzen, bis der kleine Bauch voller Milch war.
Solch eine Geburt ist immer wieder ein kleines Wunder!




Ende Oktober besuchte uns meine Tochter Gesa mit ihrem Freund Dirk. Dirk wollte an einem Schlittenhunderennen in Lappland teilnehmen und dafür mußte er ein Video drehen, auf dem er zeigen sollte, wie er sich heute schon auf diese Schlittenhundefahrt vorbereiten würde.
Wir hatten alles, was er dazu benötigte: unsere Hündin, das Geflügel und die Schafe und den präparierten Marder für die Nachtszene. Nur eine Kutsche konnten wir nicht bieten. Deshalb fuhren wir zu unseren Eifeler Freunden und dort wurde dann die Kutschszene aufgenommen. Wir hatten alle viel Spaß an diesem Wochenende und vor allem unsere Hündin Easy war völlig begeistert. Das war mal was ganz anderes für sie und begeistert machte sie mit. Nach diesem Wochenende war sie geschafft von der ungewohnten Kopfarbeit und verschlief den folgenden Montag.
Dirk und Gesa schnitten nun die Szenen zusammen, unterlegten das fertige Video mit Musik und luden es hoch, damit es vier Wochen lang möglichst viele likes sammeln konnte.

Ich nervte vier Wochen lang alle meine Kunden, Bekannten, Freunde und Familie. Über den e-mail-Verteiler wurden sie nicht nur am Anfang informiert, sondern immer wieder an das Voten erinnert und viele liebe Antworten habe ich erhalten. Manch einer geriet genau wie wir in das Voting-Fieber.
Zu guter Letzt hatte Dirk seine Bewerbung mit den meisten gesammelten Stimmen beendet und seitdem warten wir auf das Ergebnis, denn eine Jury sucht unter den meist gevotetsten Videos zwei heraus, deren Ersteller im April an dem Schlittenhunderennen teilnehmen dürfen.
Dirk erstellte aus den vielen vielen Szenen als ersten Dank die Outtakes. Dieses Wort mußte ich erst kennenlernen. Es zeigt viele schöne Szenen, die im eigentlichen Video nicht verwand wurden, trotzdem so nett sind, daß sie für ein eigenes kleinen Video herhalten mußten.
Meine Kunden kennen diese beiden Videos natürlich, aber ich habe sie hier noch einmal eingestellt, auch, damit sie mir nicht verloren gehen und ich sie später immer wieder mal selbst anschauen kann! Die Mimik unserer Hündin gefällt mir einfach zu gut.





                                                           



Wie es mit dem Video weiter gegangen ist, wissen wir nicht. Wann die Gewinner bekannt gegeben werden, wird leider nicht erwähnt und so schauen wir immer wieder nach, aber noch finden wir keine Eintragungen.






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Es gibt wieder ein paar neue Bilder!

08.03.12 - 15:18


Die ersten Blüten.

06.12.11 - 19:19

Liebe Kunden,
der Euro-Krise zum Trotz muß man auch mal fröhlich sein!
Meine Freundin feierte am 11.11.11 ihren 65. Geburtstag und wünschte sich die geladenen Gästinnen mit Hut. Passend zu diesem wunderschönen sonnigen November habe ich mir einen Herbst-Hut gebastelt und hatte so immerhin einen Lacherfolg. Leider kann man die Eule auf dem Photo nicht erkennen, die in dem Baumgestrüpp saß!
Mittlerweile ist dieses Jahr so weit fortgeschritten, daß ich schon einen Rückblick wagen möchte, denn dieses Jahr war wirklich hart.
Im Januar gab es den großen Eier-Crash. Sie erinnern sich? Konventionelle Eier waren mit Dioxinen belastet und plötzlich wollten alle Bio-Eier essen. Man konnte die glücklichen Bio-Hühner drücken so viel man wollte, mehr als ein Ei am Tag kam nicht heraus und überall herrschte Knappheit an Bio-Eiern. Aber wie immer bei solchen Geschehnissen: die Sorge der konventionellen Verbraucher währte nicht lange und bald kauften alle "normalen" (?) Kunden wieder "normale" Eier wie vorher. Dabei muß man sich mal fragen, was mit den konventionellen Eiern geschehen ist, die nicht verkauft werden konnten. Sie wurden doch nicht weggeworfen - glaub ich nicht. Ich denke, daß man daraus Eipulver hergestellt hat, was anschließend als Eiernudeln o.ä. in den Handel gelangt ist. Dies ist, wohl bemerkt, eine Vermutung von mir, die ich nicht belegen kann, aber es wäre naheliegend.
Gott sei Dank ist das weder mein noch Ihr Problem. Die Eier, die Sie und wir essen, schmecken nicht nur sehr gut, sondern die Hühner haben ein gutes Leben mit Freilauf, Staubbad und allem, was sie sich wünschen und der Eier-Crash konnte uns alle nur darin bestärken, daß unser Weg richtig ist: zu wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen und daß sie wirkliche Lebensmittel sind und nicht Krankmittel!

Der März bewegte die ganze Welt, als Fukushima zu strahlen begann.
Ein Erdbeben in dieser Kategorie hätte eigentlich allein schon gereicht, aber sehen zu müssen, daß die immer als sicher erklärten Atomkraftwerke eben nicht sicher sind, hat schon eine andere Dimension. Natürlich habe ich neben all unserer Arbeit an den Mahnwachen teilgenommen und an der Groß-Demo in Köln. So hatte ich wenigstens das Gefühl, irgendetwas tun zu können. Wenn ich mich erinnere an die Friedensmärsche und Demos vor etwa 35 Jahren, an denen ich teilnahm, so gibt es mir heute ein starkes Gefühl zu sehen, daß wir inzwischen "die Alten" sind, aber wir sind immer noch dabei und vor allem: so viele Junge sind dabei, tragen unsere Ideen und Gedanken weiter und wir alle gemeinsam haben nicht unerheblichen Einfluß gehabt auf das Umdenken, das nun endlich stattfindet. Ich würde mir wünschen, daß alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden, sofort.
Und die Frage des Endlagern wäre damit doch auch geklärt: Fukushima ist verstrahlt auf Jahrzehnte oder Jahrhunderte. Die Castoren könnten doch anstatt in Gorleben in Fukushima gelagert werden!!! Dann bräuchte sich meine Tochter nicht immer wieder von den Gleisen wegtragen zu lassen.

Das Frühjahr 2011 war kalt und trocken. Alles wollte nicht richtig wachsen. Die Natur war weit zurück dieses Jahr und dann hat uns EHEC kalt erwischt.
Das Chaos grenzte an Hysterie.
Unsere Abo-Kisten in dieser Zeit waren nicht ganz so abwechslungsreich wie sonst, denn wir haben versucht, Sie alle, so weit wie möglich, mit unserem Gemüse zu versorgen und so wenig wie möglich an Handelsware zu verkaufen, denn für unser Gemüse kann ich die Hand ins Feuer legen. Unser Gemüse wird vormittags geerntet und nachmittags oder abends steht es vor Ihrer Tür. Mir tun alle Menschen leid, die gestorben sind durch diesen Erreger oder aber für den Rest ihres Lebens an der Dialyse hängen werden, weil ihre Nieren versagt haben. Wünschen wir uns, daß derart verseuchte Samen nie wieder auf den Markt gelangen können.

Nach dem trockenen Frühjahr folgte ein kühler verregneter Sommer. Die meisten von Ihnen hatten hoffentlich ein paar wunderschöne Ferienwochen. Wir können im Sommer keinen Urlaub machen (im Winter bei all den Tieren übrigens auch nicht!), aber wenigstens kann man sonst im Sommer schon mal in lauer Luft am Teich sitzen, die Grillen zirpen hören und die Glühwürmchen beobachten. Dieses Jahr fielen diese Freuden ins Wasser. Unsere Gärtnerei ergrünte, doch leider nicht vom Gemüse. Vieles faulte durch den Regen und die hohe Luftfeuchtigkeit, aber das Unkraut wucherte. Wir hatten keine Chance dagegen anzukämpfen. Unser Problem ist vor allem das Franzosenkraut - was übrigens in Frankreich Deutschkraut genannt wird - und ich denke, ich muß mal nach einem guten Rezept mit Franzosenkraut für die Abo-Kisten suchen, dann könnten wir Ihnen wochenlang Grünzeug aus der eigenen Gärtnerei liefern, mal als Curry, mal als Gratin oder zwischen den Lasagne-Blättern!

Der rekordverdächtige sonnige Herbst versöhnte uns alle mit dem verregneten Sommer. Der sonst so oft verregnete oder neblige graue November verstrich in Sonne und positivem Gefühl. Mittlerweile können wir die Tage zählen, bis sie wieder länger werden, denn Weihnachten und die Wintersonnenwende sind nicht mehr fern.
Ich möchte an dieser Stelle schon einmal darauf hinweisen, daß wir wie jedes Jahr
Betriebsferien vom 25.12.2011 bis zum 6.1.2012
machen werden.
Und wenn Sie wissen wollen, ob wir denn wegfahren, kann ich sagen, ja, wir fahren mal nach Bergisch-Gladbach und vielleicht auch einmal nach Köln.
Aber ich wünsche Ihnen allen an dieser Stelle schon einmal ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein Neues Jahr mit Gesundheit und Glück und Freude.
Ganz herzliche Grüße an Sie alle     Uschi Börner















20.06.11 - 23:56
Nach so vielen negativen Nachrichten wird es endlich mal Zeit für eine schöne Nachricht:
Easy, unsere Landseer-Hündin, hat inzwischen ihre Zuchtzulassung erworben und unser "Zwinger" wurde im April offiziell als Zuchtstätte anerkannt. Seitdem arbeiteten wir an unserer Landseer-Homepage. Kleinigkeiten fehlen noch wie z.B. die Kontaktseite. Auch muß ich von der Hündin noch neuere Photos einstellen. Aber unsere Seite ist inzwischen online und wenn Sie mögen, werfen Sie doch mal einen Blick auf unsere Hunde-Homepage:
www.landseer-von-der-wilden-wiese.de
Über Rückmeldungen freue ich mich sehr!




29.05.11 - 20:26



Unser Salat

Wie versprochen einige Bilder aus der Gärtnerei. Sie können sehen, daß die Salate im unteren Bild auf der rechten Seite erntereif sind, während sie zur linken Seite hin immer kleiner werden. Wir pflanzen alle 2-3 Wochen einen neuen Satz, um fortlaufend Salat anbieten zu können. Unseren Salat können Sie bedenkenlos essen. Es ist weder ein Großhändler noch ein Großmarkt zwischengeschaltet. Wir ernten ihn und direkt anschließend verpacken wir ihn in Ihre Kisten ebenso wie die Radieschen, Kohlrabi und die Petersilie. Leider ist es aber noch zu früh im Jahr für unsere eigenen Tomaten und Gurken. Das wird noch etwas dauern.






26.05.11 - 14:56
So kann`s kommen. Heute Morgen um 10 Uhr war ich noch froh darüber, nichts aus Norddeutschland zu verkaufen und spanische Gurken zu haben. Jetzt sind die Erreger auf spanischen Gurken festgestellt worden und wir liefern ab sofort keine Gurken aus, bis alles geklärt ist.





26.05.11 - 10:26
EHEC-Infos

Liebe Kunden,
viele von Ihnen sind besorgt wegen der Bakterien, die man in Tomaten, Gurken und Salat vermutet und bei uns sind etliche Anfragen per Telephon und Internet eingegangen, weshalb ich Ihnen allen gern ein paar Informationen über die Homepage mitteilen möchte.
Direkt zu Anfang: die Gurken und Tomaten, die wir Ihnen derzeit verkaufen, stammen aus Spanien. Der Salat wächst vor meinem Küchenfenster hier in Oberbörsch. Wir ernten seit etwa Mitte April nur noch unseren eigenen Salat, anfangs aus den Gewächshäusern und jetzt aus dem Freiland und unseren Salat können Sie weiterhin mit Appetit essen.
Nun wird vermutet, daß die Bakterien aus Gemüse stammen, das mit Gülle gedüngt wurde.
Was ist Gülle?
In der Massentierhaltung, in den sogenannten "modernen" Stallungen, stehen die armen Tiere auf Spaltenböden, etwa vergleichbar mit den Gitterrosten, die man über Kellerschächte legt, nur in Groß. Urin und Kot der Tiere fallen direkt durch die Gitterroste in Auffangbecken und Gülle ist also ein Mix aus Urin und Kot ohne Stroh oder sonstige Einstreu, denn Einstreu würde ja die Gitter verstopfen. Die Landwirte brauchen diese Ställe nicht mehr auszumisten, wie praktisch, und die Tiere haben nie die Möglichkeit, auf einem normalen Untergrund zu stehen. Für mich ist das Quälerei, für die Landwirte modern.
Bei den Bios sind solche Ställe verboten.
Sie werden keinen Bioland-Betrieb finden, auf dem die Tiere auf Spaltenböden stehen.
Und deshalb fällt bei den Bios keine Gülle an.
Bei uns werden die Tiere üblicherweise in Boxenlaufställen gehalten, auf Stroh, d.h. es gibt eine Abteilung im Stall, wo die Tiere fressen und dazu gibt es dick eingestreute Liegeflächen zum Widerkäuen und Schlafen und überall können die Tiere ordentlich laufen und auf Stroh liegen und im Sommerhalbjahr sind sie ohnehin draußen auf den Weiden.
Wenn nun die Bakterien aus Gülle vermutet werden, dann ist das ein neuerlicher Skandal aus der konventionellen Landwirtschaft.
Nun will ich draußen ein paar Photos von unserem Salat machen und ich hoffe, bis morgen kann ich Ihnen meine "Beweisphotos" einstellen.


Wieder mal was neues

24.05.11 - 13:44


 
Dies ist mal eine etwas andere Art, bei uns einzukaufen!
Dieser nette Neufundländer zieht den Wagen, gefüllt mit Kartoffeln und Gemüse, nach Hause ins Nachbardorf und freut sich auf jeden neuen Einkauf.


Unsere Igel im Fernsehen

08.04.11 - 15:39



Klappe, die zweite!


Unsere Igel waren am Samstag, den 2.4.2011 im WDR zu sehen.











Unser Hof als Frühlingsbote beim WDR

06.02.11 - 23:36


Immer wieder was Neues bei uns: unser erster Fernseh-Auftritt!!!


Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Sendung "Lokalzeit Köln" im WDR Fernsehen vom Mittwoch, dem 2.2.2011: es fing ganz harmlos an. An diesem Morgen gegen 9.30 Uhr erhielt ich einen Anruf vom WDR Fernsehen. Sie würden gern die Igel filmen, die ich überwintere. Doch damit konnte ich leider nicht dienen. Noch schlafen die Igel und nichts bewegt sich in ihren Boxen. Doch dienen konnte ich mit Lämmern und Gänsen. Gegen elf Uhr fuhr das WDR Auto auf den Hof und zwei sehr freundliche Redakteure stiegen aus. Unsere Lippegänse spüren bereits den Frühling und legen sich mächtig ins Zeug. Fast jede Nacht legt die eine Gans ein weiteres Ei in ihr Nest und es wird nicht mehr lange dauern, bis sie anfängt zu brüten. Vor allen Zweibeinern verteidigen Gans und Ganter jetzt ihr Gelege und wir müssen auch beim Füttern Acht geben, um nicht vom Ganter gezwickt zu werden (freundlich ausgedrückt!). Für das Fernsehen fauchten sie denn auch bereitwillig. 


Anschließend besuchten wir unsere Schwarznasenschafe und die Tiere haben weder Scheu vor den Menschen noch vor der Kamera. So gelangen einige schöne Aufnahmen. Für die Kopfstudie eines Lämmchens sollte ich das Tierchen auf dem Arm halten. Normalerweise würde ich das Lamm an mich drücken. So aber hielt ich es sehr körperfern, denn der kleine Film sollte nur die Tiere zeigen. Und ich mußte still sein, damit die Geräusche der Schafe eventuell mit auf den Streifen kommen konnten. Ok. Etliche Minuten hielt ich das Lamm so, daß das Köpfchen weit über meinen Arm hinausragte und schaute angestrengt und ernst drein. Doch die Aufnahmen hatten sich gelohnt.


Als das WDR Team Richtung Köln enteilte, waren gut 2 Stunden vergangen.

Nun mußten wir abwarten, was die beiden Herren mit den Aufnahmen zaubern würden. Wenn Sie mögen, schauen Sie selbst:





Als ich den Dreh sah, staunte ich nicht schlecht. Hatte es nicht geheißen "nur die Tiere"?

Sofort mußte ich nachfragen. Hätte ich geahnt, daß auch ich selbst zu sehen sein würde, hätte ich wenigstens gelacht. Doch lachen mußte ich, als ich die Antwort erfuhr. Die Cutterin war so begeistert von meinem bunten Pullover,der einen wunderbaren Farbkontrast zum Stall bildete, daß sie darauf nicht verzichten wollte!!!

Und die Wettervorhersage hat dann auch noch gestimmt!



Vielen Dank an die Mediathek vom WDR und einen schönen Frühling wünscht die Bioland Gärtnerei Börner & Koch.




Betriebsferien

04.01.11 - 17:02

Betriebsferien vom 25.12.2010 bis zum 16.1.2011

Liebe Kunden,

wie jedes Jahr um diese Zeit legen wir eine Ruhepause ein und erholen uns von dem Schneechaos vor Weihnachten und den extrem schwierigen Auslieferungsfahrten. Ab Dienstag, den 18.1.2011, öffnen wir wie gewohnt dienstags und samstags unseren Hofladen und auch unsere Liefertouren werden wir wieder fahren. Als kleinen Trost kann ich Ihnen jetzt schon sagen, daß wir die nächsten Betriebsferien erst wieder Weihnachten 2011 einlegen werden!
Nun wünschen wir Ihnen allen ein gutes Neues Jahr und freuen uns bald wieder auf Ihren Besuch.

06.01.10 - 14:44
Winter

Liebe Kunden,
ich hoffe, Sie sind alle gut ins Neue Jahr gerutscht und ich wünsche Ihnen allen Gesundheit, Glück und Erfolg für 2010.

Wir haben unsere 2 Wochen Betriebsferien sehr genossen, könnten aber angesichs des Wetters ruhig noch weiter Winterschlaf halten. Während nicht nur unser Teich in der Kälte zufror, sondern auch der Wasserfall erstarrte und bizarre Formen annahm, haben die Tiere Spaß im Schnee. Ob wir auch Spaß haben, testen wir, wenn wir ab Dienstag, den 12.1.2010, wieder ausliefern. Mal sehen, ob wir überall gut durchkommen mit dem Auto.
Unser Nikolaus-Basar war sehr nett, aber Kälte und Dauerregen hielten viele davon ab, sich auf den Weg zu uns zu machen. Wir werden Ende April einen Frühlings-Basar veranstalten, auf dem es neben Bio Gemüse- und Blumenjungpflanzen viele hübsche Dinge für Sommer, Sonne und Garten gibt.
Wir freuen uns heute schon auf den Frühling und wärmere Tage!
Noch was Organisatorisches:
die alte homepage haben wir nun komplett gelöscht. Da diese Page aber noch auf Ihrer Zwischenablage liegen könnte, ist es möglich, daß Sie nicht auf die neue homepage gelangen können (Kommentar "Not Found). In diesem Fall betätigen Sie bitte  2 x die F5 Taste. Dann müßte alles funktionieren.


29.11.09 - 22:04
Liebe Kunden,

ich sollte natürlich die Möglichkeiten der neuen homepage nutzen und alle Neuigkeiten hier eingeben:

Ich lade Sie alle herzlich ein zu unserem kleinen Nikolaus-Basar am Samstag, den 5.12.2009, von 9 - 17 Uhr.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Neue Homepage

14.09.09 - 23:02
Liebe Kunden,

die meisten von Ihnen haben sich mittlerweile mit unserer neuen Homepage gut angefreundet und das Bestellen wird tatsächlich viel leichter.
Da wir bald die alte Homepage entfernen, hier nochmals eine kleine Anleitung zur Benutzung unserer neuen Seiten:

1. Schritt:
Sie registrieren sich hier mit Ihrer Email Adresse, Passwort und persönlichen Daten als neuer Kunde.
2. Schritt:
Sie füllen einmalig das Anmeldeformular aus und am Ende klicken Sie auf "Registrieren".
3. Schritt:
Sie erhalten Ihre Registrierbestätigung und möchten nun bestellen. Dazu geben Sie unten links Ihre zuvor eingegebenen Daten (Email und Passwort) und klicken auf "Einloggen" und mit Ihren gespeicherten Daten brauchen Sie nie wieder Name, Wohnort etc. eingeben, denn diese Angaben sind zu Ihrer e-mail Adresse hinterlegt und werden mir mit Ihrer Bestellung automatisch angezeigt.
Sie können nun eine Abo-Kiste bestellen, klicken "in den Warenkorb", gehen dann zum Zusatzangebot, geben Ihre Wünsche ein, klicken auf "Warenkorb" und können zum Schluß einmal "abschicken" anklicken und Ihre Bestellung geht raus.
Sie können natürlich auch nur eine Abo-Kiste anklicken und abschicken oder Sie stellen sich Ihre Kiste selbst zusammen. Dann klicken Sie auf "Individuelle Kiste", geben Ihre Wünsche ein, gehen auf "Warenkorb", klicken dann bei Bedarf auf "Zusatzangebot" und geben wiederum Ihre Wünsche ein, klicken auf Warenkorb und nun können Sie abschicken.
Anders als früher brauchen Sie die individuelle Bestellung und das Zusatzangebot nun nicht mehr getrennt zu verschicken!
Durch die Benutzung des Warenkorbes werden alle Eingaben gesammelt und zum Schluß in einer mail verschickt. Sie können dadurch Ihre komplette Bestellung vor dem Abschicken überblicken und mir spart es Papier, weil ich nur noch eine Seite ausdrucken muß.

Nach dieser kleinen Anleitung hoffe ich, daß sich nun auch alle an die neue homepage trauen, die bis jetzt immer noch über das alte System bestellt haben!!!

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlichst   

Ihre    Uschi Börner